Die Kirche in Bargischow, und die Kapellen in Gellendin und Gnevezin gehören zu unseren Schätzen und sind Mittelpunkt unserer Dörfer. Um sie herum sind die Dorffriedhöfe angelegt.

Auf dem Dorfanger von Bargischow liegt die mittelalterliche Dorfkirche, die um 1300 aus Felssteinen errichtet wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Bargischower Kirche zerstört, aber bereits Ende des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Aus dieser Zeit stammt der Turmaufsatz in Fachwerkbauweise mit dem achteckigen, schiefergedeckten Helm. Im Inneren der Turmhalle sind Reste der alten Holzdecke mit gemalten Akanthusblättern zu sehen. Ein Gemälde im Chorraum zeigt den gekreuzigten Christus und entstand 1706. Die Glocke wurde 1768 von Johann Heinrich Scheel in Stettin gegossen. Die Kanzel stammt ursprünglich aus der Renaissance-Zeit, wurde im 19. Jahrhundert aber überarbeitet und übermalt. Im Zuge dieser Renovierung im Jahr 1877 wurden auch die heutigen Kirchenbänke und eine Orgel von Barnim Grüneberg eingebaut. Die Grüneberg-Orgel ist derzeit leider nicht spielbar.

Die Kirche in Bargischow wird seit mehreren Jahren saniert. 2016 konnte Dach und Dachstuhl des Kirchenschiffs erneuert werden. Für 2018 ist die Fortsetzung der Arbeiten geplant.  Unterstützt wird die Sanierung unter anderem von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die in ihrer Zeitschrift Monumente von der Bargischower Kirche berichtete. In der Bargischower Kirche feiern wir in der Regel einmal im Monat Gottesdienst.

Die kleine Kapelle in Gnevezin stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist aus Backstein errichtet. Der Giebel wurde aus Fachwerk im 18. Jahrhundert erneuert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche verputzt. Innen ist die Kapelle sparsam ausgestattet mit einfachen Bänken und geschnitzten Leuchtern aus der Zeit um 1780. Im Sommer feiern wir Gottesdienste in der Kapelle. Sie wird auch für kirchliche Trauerfeiern der Gneveziner genutzt.

Die kleine Kapelle von Gellendin ist nach dem Dreißigjährigen Krieg errichtet worden. Sie ist aus Mischmauerwerk gebaut mit einem Satteldach und einer kleinen Glockengaube am Ostgiebel.  Im Inneren findet sich eine schlichte spätbarocke Ausstattung mit Kanzel, Westempore, Gestühl und Altarschranke sowie eine Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Allesamt denkmalgeschützt sind unsere Dorfkirchen nur durch das Engagement der Menschen vor Ort und durch Hilfe von Außen zu erhalten. Unser Anliegen ist es, sie als Identifikationspunkte der Dörfer lebendig zu halten und sie regelmäßig zu nutzen für Gottesdienste, Andachten oder Konzerte.