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Die Kreuzkirche am Kleinbahnweg wurde in den Jahren 1953 bis 1955 gebaut.  Im Jahr 2003 wurde ein Gemeindezentrum angebaut, in dem heute eine Vielzahl von Veranstaltungen der Kirchengemeinde stattfinden.

Die neobarocke Kirche ist eine der wenigen Kirchenneubauten aus dieser Zeit auf dem Gebiet der ehemaligen DDR.Das Genehmigungsverfahren und die Bauarbeiten waren nur unter großen Schwierigkeiten gegenüber den staatlichen Behörden durchzusetzen. Viele Arbeiten wurden von Gemeindegliedern ehrenamtlich ausgeführt. Die Finanzierung erfolgte mit Hilfe der Kirche in der Schweiz.

Notwendig wurde der Bau nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Zerstörung der Anklamer Nikolaikirche. Viele Flüchtlinge und Vertriebene aus Hinterpommern, Schlesien und Ostpreußen wohnten nach dem Krieg außerdem im Bereich der ehemaligen Arado-Siedlung im Südosten der Stadt, fußläufig weit entfernt von der Marienkirche.

Der Entwurf des Baus stammt von dem Anklamer Architekten Kurt Buchholz. Die Steinmetzarbeiten im Inneren, der Altar und der Taufstein, wurden von dem Anklamer Peter Giese ausgeführt.

Die Einweihung fand 1955 noch ohne eigene Glocken statt, drei Eisenglocken kamen erst 1966 in den Turm der Kreuzkirche. Die Orgel wurde 1970 von der Firma Hermann Eule aus Bautzen gebaut.

Das wertvollste Inventarstück der Kreuzkirche ist ein Altaraufsatz aus Sandstein, der aus der Anklamer Marienkirche stammt und 1430 in einer Lübecker Werkstatt geschaffen wurde. Er zeigt die Kreuzigungsszene mit den Figuren der Passionsgeschichte und der christlichen Legenden des Mittelalters. Die Figuren sind farblich gefasst und sehr lebendig dargestellt.

Die Besichtigung der Kirche ist nach Anmeldung in Gemeindebüro möglich.